Unsere Glaubens­grundlagen

Die Bibel – Gottes Wort

Ps. 19,8-9;   Joh. 17,17b;   2. Tim. 3,16-17;   Off. 22,18 – 19
Wir glauben, dass die ganze Bibel unfehlbar, irrtumslos, allgenügsam und wahrhaftig ist. Sie ist das von Gott inspirierte Wort Gottes an uns Menschen. Gott hat sich selbst darin endgültig geoffenbart. Die Bibel widerspricht sich nie, ist stets im Gesamtzusammenhang zu verstehen, und grundsätzlich wörtlich zu verstehen (z.B. die Erschaffung der Erde in 6 Tagen; Jesus lief über das Wasser). Sie ist der Maßstab und die letztgültige Autorität für Lehre und unser praktisches Leben. Das Wort Gottes besitzt lebendig machende Kraft und ist mit dem letzten Buch (Offenbarung) abgeschlossen.

Gott

1. Mose 1,1;   Ps. 50,6  & Ps. 90,2;   Jes. 45,5 & V22;   Matth. 28,19 Joh. 1,18
Wir glauben an den einzig wahren, ewigen und lebendigen Gott als Schöpfer, Erhalter, Erlöser und Richter. Er hat sich in seinem dreieinheitlichen Wesen als der Vater, der Sohn und der Heilige Geist geoffenbart.

Jesus Christus

Joh. 1,1 & V14;   8,58;   14,3;   Apg. 1,11 & 4,12;   1. Kor.15,20;   2. Kor. 5,10  &  V21;   Eph.1,7;   Hebr. 1,2 & Hebr. 2,7-8
Jesus Christus ist der Sohn Gottes, das fleischgewordene Wort Gottes und der ewige Gott. Er wurde durch den heiligen Geist gezeugt und von einer Jungfrau (Maria) geboren und war ohne Sünde. Er ist und bleibt Mensch und zugleich Gott in einer Person. Jesus ist freiwillig stellvertretend am Kreuz für alle Menschen gestorben, um ihre Sünde auf sich zu nehmen und sie so mit seinem Blut zu erlösen. Er ist der einzige Mittler zwischen Gott und Mensch. Jesus Christus ist leiblich auferstanden und sitzt jetzt zur Rechten des Vaters. Von da wird er bald auf diese Erde in Macht und Herrlichkeit wiederkommen. Zuvor nimmt er seine Gemeinde zu sich (Entrückung).

Heiliger Geist

Joh. 14,16   V 26;    Röm. 8,15-16;    Gal. 5,22-23;    Eph. 1,13;    Eph 4,30
Der Heilige Geist überführt den Menschen von Sünde. Er bewirkt die Buße und Wiedergeburt und leitet in die Wahrheit. Jesus Christus nimmt durch den Heiligen Geist Wohnung in jedem Menschen, der an Ihn glaubt. Jeder Christ ist ab seiner Wiedergeburt mit dem Heiligen Geist versiegelt. Der Heilige Geist verherrlicht den Herrn Jesus Christus, erwirkt geistliche Frucht und schenkt den Gläubigen individuelle Gaben. Er befähigt sie zur Nachfolge und bestätigt ihnen, dass sie Kinder Gottes sind. Er steht ihnen auch als Tröster bei. Wir wollen dem Heiligen Geist in unseren Herzen Raum geben und alles vermeiden, was ihn dämpfen oder betrüben könnte.
An eine zweite Geistestaufe nach der Wiedergeburt glauben wir nicht. (siehe „Berliner Erklärung 1909 zur Pfingstbewegung“)

Die Errettung

Hes. 33,11;   Matth. 23,37;   Mk. 1,15 Joh. 1,12;   3,16,   V18   &  V36;   Apg. 2,38;   2. Thess. 2,10;   1. Tim. 2,4;   2. Petr. 3,9
Gott will, dass alle Menschen errettet werden. Er will eine persönliche Beziehung mit jedem Menschen, weil er uns liebt. Alle Menschen sind aber aufgrund ihrer Schuld von Gott getrennt. Kein Mensch kann seine Schuld vor Gott aus eigener Kraft bezahlen.
Darum hat Jesus Christus stellvertretend am Kreuz die Strafe für alle unsere Sünden auf sich genommen und mit seinem Blut das Lösegeld bezahlt. Jesus Christus ist der einzige Retter von Sünde, Tod und Teufel. Jeder Mensch wird errettet, der in Buße und Glauben Jesus Christus als seinen Retter und Herrn annimmt und den stellvertretenden Tod und die Auferstehung Jesu Christi für sich persönlich in Anspruch nimmt.
Buße bedeutet Sinneswandel, bei dem der Mensch Gott Recht gibt. Wer Buße tut, der erkennt und bekennt die eigene Schuld und Sünde, und bittet Gott um Vergebung dieser Schuld und Sünde.

An Jesus Christus zu glauben bedeutet sein ganzes Vertrauen auf ihn zu setzen. Die Gerechtigkeit Jesu wird dem Mensch dabei zugerechnet, und er ist errettet vom ewigem Getrenntsein von Gott und von der Hölle. Aufgrund von Gottes Gerechtigkeit erwartet alle Menschen am Ende ihres Lebens wegen ihrer Sünde eine ewige Verdammnis, wenn sie Jesus und sein Werk am Kreuz abgelehnt haben. Jeder Mensch muss sich selbst entscheiden, ob er an Jesus glauben und ihm vertrauen möchte oder nicht. Das steht nicht im Widerspruch zu Gottes Allmacht und seinem Ratschluss, auch wenn dies außerhalb unseres Verständnisses liegt. Wir glauben, dass Gott die Rettung eines Menschen bewirkt, und ihn zu einer neuen Schöpfung macht.

Die Gemeinde

Apg 2,42,    5,29;   Röm. 12,5;    13,1-7;    2.Kor. 8,1-5;    Eph. 1,22-23;   5,25-32;    Kol. 1,18;   4,16;    1. Thess.1,8
Die weltweite Gemeinde besteht aus allen wahren Gläubigen und ist der Leib Jesu mit Jesus als dem Haupt. Die Gläubigen sollten grundsätzlich dem Staat untertan sein, sofern dem Wort Gottes treu geblieben wird. Die Glieder der universalen Gemeinde versammeln sich in örtlichen Gemeinden zur Anbetung, zur Erbauung und zur Verkündigung des Evangeliums. Jede örtliche Gemeinde kann mit anderen bibeltreuen Gemeinden Gemeinschaft pflegen und zusammenarbeiten.

Die Taufe

Matth. 28,19-20;   Apg. 2,388,12  &  379,18;   16,14-15;   18,8;   Eph. 4,5
Die Glaubenstaufe nach der Bekehrung ist ein Gehorsamsschritt und Zeugnis für die sichtbare und unsichtbare Welt. Zur Zeit des neuen Testaments wurden nur Menschen getauft, die vom falschen Weg umgekehrt waren, denen der Herr das Herz geöffnet hatte und die wirklich gläubig geworden waren. Die biblische Taufe ist die äußerliche Darstellung der innerlichen Realität im Herzen des Erretteten. Die Praxis der Säuglingstaufe lehnen wir ab.

Das Abendmahl

1. Kor. 5,11-13; 11,23-32
Das Mahl des Herrn ist das Gedächtnismahl an Jesus Christus und auch die Verkündigung seines Todes. Die Handlung von Essen und Trinken von Brot und Wein bewirkt keine Vergebung der Sünden, sondern lässt die Gläubigen an die wunderbare Liebe Gottes und an den aufopfernden Gehorsam Jesu Christi denken. Am Abendmahl dürfen nur Wiedergeborene teilnehmen, die nicht absichtlich und dauerhaft in Sünde leben. Eine Selbstprüfung eines jeden der teilnimmt sollte stets vorausgehen. Alle wiedergeborenen Christen sind herzlich zum Abendmahl eingeladen.

(Stand 16.06.2026)